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Deutsche Dialektgeographie, Band 122: Der VokalJäger. Eine phonetisch-algorithmische Methode zur Vokaluntersuchung. Exemplarisch angewendet auf historische Tondokumente der Frankfurter Stadtmundart.

„Der VokalJäger“ ist eine algorithmische Prozesskette zur automatisierten Klassifikation phonetischer Merkmale in monophthongischen Vokalen. Machine-Learning ermöglicht in diesem neuen Ansatz, Merkmalsunterschiede zwischen dialektalen Sprachproben und einer hochdeutschen Referenz, hier dem Kiel-Korpus, statistisch zu messen.

In exemplarischer Anwendung werden historische und moderne Aufnahmen des Frankfurterischen aus den Korpora der „Lautdenkmale reichsdeutscher Mundarten“ und des „Regionalsprache.de (REDE)“-Projekts analysiert. Die Ergebnisse zeigen insbesondere das Verschwinden des charakteristischen dunklen velaren A: War es 1937 noch messbar vorhanden, so fehlt es im jüngeren Frankfurter Dialekt.

Als Bezugspunkt wird der Frankfurter Stadtdialekt rekonstruiert – basierend auf bisher noch nicht historisch-phonologisch untersuchten Quellen aus dem Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main. Vor allem die Aufzeichnungen Joseph Oppels (1815–1894) und Ludwig Rauhs (1892–1945) erlauben so die real-time Darstellung eines Lautwandels des Frankfurterischen über 200 Jahre anhand von 600 hier zum ersten Mal gedruckten Belegen.

Carsten Keil, 2017, XVI/513 S., mit zahlreichen Abb., Grafiken und Tabellen. ISBN: 978-3-487-15588-3. Olms Weidmann. Hildesheim, Zürich, New York. Inhalt


MzFSD 4: Stammt frankfurterisch 'babbeln' vom Turmbau zu 'Babel' ab? (V 1.2).

Carsten Keil, 2015-01: 'Stammt frankfurterisch 'babbeln' vom Turmbau zu 'Babel' ab?'. Mitteilungen zum Frankfurter Stadtdialekt, MzFSD Heft 4. Das Frankfurterische kennt wie das Deutsche das Wort 'babbeln', was of 'wirr reden' bedeutet. Kann es sein, dass sich 'babbeln' von 'Babel' herleitet, jenem Babylon des Turmbaus und der babylonischen Sprachverwirrung, wie in der Genesis der Bibel erzählt wird? Was ist die Herkunft von 'babbeln'? Ist 'Babel' der Urstamm allen 'wirr Redens'? In dem Artikel wird gezeigt, dass 'babbeln' auf eine proto-indoeuropäische Urform '*bha-' zurückgeht, die überall ihrer Spuren hinterlassen hat: 'brabeln', 'barbaros', 'babulus', 'to babble', 'babbla' usw. Diese hat mit der proto-semitischen Urform, auf die hebräisches 'Babel' zurückgeht, '*bab' Tor, nichts zu tun. Ein Übertrag der Lautwurzel 'bab' in der Bedeutung 'wirr reden' aus dem biblisch Hebräischen in andere germanische, slawische, romanische, altindische usw. Sprachen kann ausgeschlossen werden, da all jene Sprachen schon eigene Formen für 'wirr reden' hatten, die der proto-indoeuropäischen Urform '*bha-' entstammen. Status: final.


MzFSD 3: Der Affe im Affentor zu Frankfurt Sachsenhausen (V 1.1).

Carsten Keil, 2014-11: 'Der Affe im Affentor zu Frankfurt Sachsenhausen'. Mitteilungen zum Frankfurter Stadtdialekt, MzFSD Heft 3. Am Rande Frankfurt-Alt-Sachsenhausens liegt der Affentorplatz, der seinen Namen von der hier einst stehenden Stadtpforte 'Affentor' hat. Doch woher hat das Affentor seinen Namen? Woher stammt die Bezeichnung? Was hat es mit dem 'Affen' im Affentor auf sich? In Frankfurt kursiert das Gerücht, das Sachsenhäuser Affentor habe seinen Namen aus dem 'Ave Maria' erhalten, was man einst gebetet habe, bevor man in den räuberverseuchten Stadtwald geritten sei. So schön die Legende doch ist, so wenig belegbar aus mittelalterlichen Quellen ist sie jedoch. Wohl ist der Name Affentor von dem anliegenden Haus zum Affen abgeleitet. Status: final.


Frankforderisch (V 2.1).

Carsten Keil, 2004, 2017: '/fraNfo(r)dEri:S/ A Quick Guide to the Language of Frankfurt'. An easy to read and funny introduction to the Frankfurt Dialect. In English (!). Sadly does not meet full scientific standards, but, so what? Status: revised.


(c) Carsten Keil 2004-2017, Frankfurt Dialect Research Programme, FraDiReP.org